Stoy Schule
29
Mrz
2017
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Im Gespräch mit der Bundeswehr in Jena

Sie werben mit einer Informationsveranstaltung für den Arbeitgeber Bundeswehr.

1. Was erfahren die Interessenten bei dieser Informationsveranstaltung?
Die Informationsveranstaltung informiert über die verschiedenen Möglichkeiten beim Arbeitgeber Bundeswehr. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen zivilen und militärischen Karrieremöglichkeiten. Man bekommt Informationen über die Einstellungsvoraussetzungen, die Rahmenbedingungen des Soldatenberufs, verschiedenste Aufgabenfelder und über den Auftrag der Bundeswehr.

2. Was erwartet die Interessenten bei der Bundeswehr?
Grundsätzlich erwarten Interessenten herausfordernde Tätigkeiten, die anspruchsvoll und abwechslungsreich sind. Vor allem aber werden Verantwortung, Teamgeist und Kameradschaft gefördert. Die Bundeswehr bietet während der Verpflichtungszeit von Berufsausbildungen über Meisterausbildungen bis zum abgeschlossenen Studium vieles an. Selbst wenn diese Möglichkeit während der Verpflichtungszeit nicht besteht, kann man sich nach Dienstzeitende entsprechend weiterbilden.

3. Wie bewirbt man sich bei der Bundeswehr?
Der Erstkontakt erfolgt zunächst mit dem regional zuständigen Karriereberatungsbüro. Hier wird seriös, klar und ehrlich über die verschiedensten sowohl militärischen als auch zivilen Möglichkeiten im Rahmen eines Beratungsgesprächs informiert.
Erst nach Durchführen des Informationsgesprächs werden die Bewerbungsunterlagen für eine militärische Laufbahn ausgehändigt. Nach Ausfüllen werden diese im Büro abgegeben, um abschließende offene Fragen zu klären und über das weitere Bewerbungsverfahren (Eignungstest) zu informieren. Zivil ist die Bewerbung über das sog. E-recruiting möglich (elektronische Bewerbung), in dem man angeben kann, ob man weitere Informationen aus dem Karriereberatungsbüro wünscht.

4. Welche Voraussetzungen muss man mitbringen um sich bei der Bundeswehr zu bewerben?
Um sich als Soldat oder als Beamter bewerben zu können, muss man zunächst Deutscher i. S. d. Art. 116 GG sein. Desweitern muss man körperlich, geistig und charakterlich geeignet sein. Neben dem Eintreten für die Freiheitlich Demokratische Grundordnung sollten keine Vorstrafen vorhanden sein.
Für Soldaten kommt selbstverständlich noch eine erweiterte körperliche Eignung hinzu, welche auch in einem Sporttest nachgewiesen werden muss. Ergänzend muss ein Soldat – anders als zivile Mitarbeiter – am Tag des Dienstantritts das 17. Lebensjahr vollendet haben.
Je nach Schulabschluss bietet die Bundeswehr verschiedene Laufbahnen (unterschiedliche Verpflichtungszeiten) an – hier ist von der Spezialisten- bis zur Managerebene alles möglich.
Um generell eine militärische Karriere starten zu können, benötigt man – bei entsprechender Eignung – die erfüllte Vollzeitschulpflicht. Für eine zivile Berufsausbildung wird ein guter Hauptschulabschluss erwartet.

5. Wie lange muss man sich verpflichten?
Die Verpflichtungszeit beträgt mindestens 7 Monate beim Freiwilligen Wehrdienst. Danach ist alles offen und abhängig von der Laufbahn, welche man dann bei der Bundeswehr einschlägt.

6. Wann endet der Bewerbungszeitraum?
Das Ende für zivile Bewerbungen ist immer zum 31. Oktobers des Vorjahrs. Als Offizier muss meine Bewerbung bis 28/29. des laufenden Kalenderjahres eingehen. Die Bewerbungsfristen sind aufgrund der Vielzahl der Möglichkeiten verschieden. Grundsätzlich kann man sich immer bewerben. Man sollte in der Regel mindestens ein halbes Jahr Vorlauf für erforderliche Gespräche, Unterlagen, Testungen etc. einplanen. In vielen zivilen Bereichen beträgt der Vorlauf fast 1 Jahr.

7. Nach der Bundeswehr?
Ggf. sind Berufsausbildung, Meisterausbildung oder Studium Teil der Verpflichtungszeit. Auch verschiedenste Qualifikationen – die zivil verwertbar sind – werden im Rahmen des Dienstes erlangt. Der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr erleichtert Soldaten den Schritt in eine zivilberufliche Karriere. Es werden schulische und berufliche Bildungsmaßnahmen gefördert und ein breites Angebot an Aus- und Weiterbildungen – während und nach der Dienstzeit – bereitgehalten. Hier werden Soldaten optimal auf den Weg in den Zivilberuf vorbereitet. Man kann letztlich sagen, dass Soldaten qualifizierter die Bundeswehr verlassen.

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