Stoy Schule
31
Mai
2016
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Der Weg zur Führungskraft

Führungskräfte wachsen nicht an Bäumen- diese Tatsache dürfte allgemein bekannt sein. Doch wie wird man Führungskraft? Wie gestalten sich die Anforderungen? Genau um diese und weitere Fragen geht es in diesem Beitrag.

 

Zusätzlich zu fundiertem Fachwissen werden von Führungskräften noch Fähigkeiten in den Bereichen Management, Leadership und Selbstreflexion erwartet. Das fundierte Fachwissen spielt hierbei eine grundlegende Rolle, da ohne dieses kein sinnstiftendes Arbeiten möglich wäre.

Der Bereich des Managements deckt den betriebswirtschaftlichen Bereich und die damit verbundenen Aufgaben und Methoden ab. Hierbei liegt der Schwerpunkt im Erreichen der geforderten Zahlen, das Optimieren von organisatorischen Strukturen und Prozessen. Der Umgang mit den Mitarbeitern, die Gestaltung der Kommunikation, alle Maßnahmen rundum das Thema Teambildung und auch der Umgang mit Konflikten werden unter dem Begriff Leadership abgehandelt.

Die Selbstreflexion ist wahrscheinlich eine der wichtigsten Fähigkeiten, da in ihr die Grundlage für eine stetige Verbesserung der eigenen Arbeit liegt. Hierbei versucht die Führungskraft eine andere Perspektive einzunehmen, um regelmäßig die eigene Führungsarbeit zu hinterfragen. Die gemachten Beobachtungen auswerten und daraus entsprechende Schlüsse zu ziehen, befähigen zur notwendigen Nachsteuerung und Optimierung des eigenen Verhaltens.

 

Ein weiteres Qualitätsmerkmal einer Führungskraft ist die Handlungskompetenz, ein Oberbegriff, der die Fach-, die Methoden- und die Sozialkompetenz umfasst. Damit ist die Fähigkeit einer zielgerichteten, aufgabengerechten, der Situation angemessenen und verantwortungsvollen Erfüllung von Aufgaben und Lösung von Problemen gemeint.

 

Anhand der bisher beschriebenen Anforderungen an Führungskräften dürfte es selbst für Außenstehende erkennbar sein, dass die Entwicklung von Führungskräften eine sehr aufwendige und umfangreiche Aufgabe für Unternehmen ist. Hierbei müssen sich Arbeitgeber die Frage stellen, ob sich eine externe Beschaffung von Führungskräften auf lange Sicht rentabel gestalten lässt. Bei einigen Konzernen wurden die Anstrengungen, Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu gewinnen, forciert. Dieses ist zum Beispiel an Junior- Management- Programmen einiger Discounter Ketten erkennbar.

 

Die persönliche Entwicklung von Führungskräften kann sich sehr unterschiedlich gestalten. Abgesehen von einer entsprechenden Bildung, ist die Bereitschaft an sich selbst zu arbeiten und Verantwortung zu übernehmen, zwingend erforderlich. Harte Arbeit, konsequente Weiterbildung, sowie das Ausnutzen sich ergebener Möglichkeiten, findet sich in den meisten Lebensläufen etablierter Führungskräfte.

 

Einen typischen Bildungsweg zur Führungskraft gibt es nicht. Deswegen ist das Erlernen von Management-Techniken, die Stärkung der eigenen Sozialkompetenz, ein Gespür und Verständnis für wirtschaftliche Verhältnisse und Gegebenheiten sicherlich zu empfehlen, wenn es um die eigene Entwicklung zur Führungskraft geht. Eine gewisse Berufs- und Lebenserfahrung ist meistens genauso wichtig anzusehen. Dazu kommen noch eine gesunde Einstellung zum Arbeitgeber und eine starke Eigenmotivation. Typische zu den Führungsaufgaben gehörende Tätigkeiten sollten keine Probleme bereiten. Eine Scheu vor administrativen Aufgaben oder eine mangelhafte Selbstorganisation sind eher hinderliche Attribute.

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